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Drainage im Garten gegen Staunässe

7 Min. Lesezeit

Staunässe lässt Rasen veralgen, Pflanzenwurzeln faulen und Wege absacken. Eine fachgerechte Drainage leitet überschüssiges Wasser kontrolliert ab und hält den Boden durchlässig. Wichtig sind ausreichendes Gefälle, das richtige Rohr und ein sauber aufgebautes Kiesbett.

Ursachen von Staunässe erkennen

Staunässe entsteht, wenn Niederschlag nicht versickern kann, weil der Boden zu dicht ist oder eine wasserstauende Schicht den Abfluss blockiert. Schwere, lehmige Böden und verdichtete Flächen nach Bauarbeiten sind besonders betroffen.

Bevor Sie eine Drainage planen, klären Sie die Quelle des Wassers. Manchmal genügt es, den Boden durch Sand und Kompost durchlässiger zu machen oder die Geländeoberfläche so zu modellieren, dass Wasser oberflächlich abläuft. Erst bei dauerhaftem Wasserstau ist eine unterirdische Drainage sinnvoll.

Aufbau einer fachgerechten Drainage

Eine Drainage besteht aus einem Drainagerohr, das in einem Graben in einem Kiesbett verlegt wird. Üblich ist ein Drainagerohr DN100 aus perforiertem Kunststoff, das in einem Graben von etwa 40 bis 60 Zentimetern Tiefe liegt.

Das Rohr wird allseitig in Drainagekies der Körnung 16/32 eingebettet und der gesamte Graben mit Filtervlies ausgekleidet. Das Vlies verhindert, dass feine Bodenteilchen das Kiesbett und die Rohrschlitze zusetzen und die Drainage verschlämmt.

  • Drainagerohr DN100 aus perforiertem Kunststoff
  • Grabentiefe etwa 40 bis 60 cm
  • Einbettung in Drainagekies 16/32
  • Graben mit Filtervlies auskleiden

Gefälle und Wasserableitung

Damit das Wasser abfließt, braucht das Drainagerohr ein durchgehendes Gefälle von mindestens 0,5 bis 2 Prozent in Richtung Ableitung. Ohne ausreichendes Gefälle staut sich das Wasser im Rohr und die Drainage verliert ihre Wirkung.

Das gesammelte Wasser muss kontrolliert abgeleitet werden, etwa in einen Sickerschacht, eine Rigole oder bei Zulässigkeit in das Regenwassernetz. Die Einleitung in den öffentlichen Kanal ist genehmigungspflichtig und mit dem Versorger abzustimmen.

Ein Kontroll- und Spülschacht am Tiefpunkt erleichtert die spätere Wartung. Über ihn lässt sich die Drainage bei Bedarf durchspülen und auf Funktion prüfen.

  • Gefälle mindestens 0,5 bis 2 Prozent vorsehen
  • Wasser in Sickerschacht oder Rigole leiten
  • Einleitung in Kanal nur mit Genehmigung
  • Kontrollschacht für die Wartung einbauen

Kosten und typische Fehler

Die Kosten einer Drainage hängen von Länge, Tiefe und Bodenart ab und liegen oft bei etwa 30 bis 80 Euro pro laufendem Meter inklusive Aushub, Kies und Vlies. Sickerschacht und Anschluss kommen separat hinzu.

Häufige Fehler sind fehlendes oder zu geringes Gefälle, der Verzicht auf Filtervlies und die Verlegung des Rohrs ohne Kiesbett direkt in den Boden. Auch ein fehlender Vorfluter, in den das Wasser tatsächlich abfließen kann, macht die teure Drainage wirkungslos.

Drainage-Checkliste

  • Ursache und Wasserquelle der Staunässe klären
  • Verlauf und Tiefpunkt der Drainage festlegen
  • Grabentiefe 40 bis 60 cm ausheben
  • Drainagerohr DN100 mit Gefälle verlegen
  • Filtervlies und Kies 16/32 einbauen
  • Gefälle von mindestens 0,5 bis 2 Prozent prüfen
  • Ableitung in Sickerschacht oder Rigole sichern
  • Kontrollschacht für Spülung vorsehen

Selbermachen oder Profi? Was wirklich auf dem Spiel steht

  • Wirkungslose Drainage durch fehlendes Gefälle
  • Verschlämmung der Rohre ohne Filtervlies
  • Wurzelfäule bei dauerhaftem Wasserstau
  • Unzulässige Einleitung in den öffentlichen Kanal
  • Absackende Wege durch verdichteten Untergrund
  • Fehlender Vorfluter macht den Aufbau nutzlos

Über BauGuru24 beschreiben Sie Garten und Bodenverhältnisse und die KI erstellt ein nachtragssicheres Leistungsverzeichnis von Aushub über Rohr und Vlies bis zur Ableitung. Geprüfte GaLaBau-Betriebe kalkulieren auf gleicher Grundlage, sodass die Angebote vergleichbar bleiben. Ein verifizierter Fachbetrieb stellt Gefälle, Kiesbett und Vorfluter fachgerecht her. So beseitigen Sie Staunässe dauerhaft und vermeiden teure Nacharbeiten.

Häufige Fragen

Welches Gefälle braucht eine Drainage?

Das Drainagerohr sollte ein durchgehendes Gefälle von mindestens 0,5 bis 2 Prozent zur Ableitung haben, sonst staut sich das Wasser im Rohr.

Brauche ich wirklich Filtervlies?

Ja. Das Filtervlies verhindert, dass feine Bodenteilchen das Kiesbett und die Rohrschlitze verschlämmen. Ohne Vlies setzt sich die Drainage schnell zu.

Wohin darf das Drainagewasser abfließen?

Üblich sind Sickerschacht oder Rigole auf dem Grundstück. Die Einleitung in den öffentlichen Kanal ist genehmigungspflichtig und mit dem Versorger abzustimmen.

Was kostet eine Drainage im Garten?

Je nach Länge, Tiefe und Boden sind etwa 30 bis 80 Euro pro laufendem Meter realistisch. Sickerschacht und Anschluss kommen zusätzlich hinzu.

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